Bauchschmerzen in der Schwangerschaft sollten immer ernst genommen werden und ein Anlass sein, sofort zum Frauenarzt oder in das nächste Krankenhaus zu fahren. Gerade zu Beginn einer Schwangerschaft passiert es häufig, dass durch noch nicht in ausreichendem Ausmaß vorhandene Schwangerschaftshormone die Gebärmutter zu Kontraktionen neigt, die im Frühstadium einer Schwangerschaft zu Schmerzen im Unterleib führen können.

In späteren Stadien der Schwangerschaft ist zu prüfen, ob die Schmerzen im Bauch Tritte vom Baby sind, oder durch eine Querlage des Babys verursacht werden, denn gerade wenn der Platz im Bauch eng wird und das Baby an Größe und Kraft zunimmt kann der ein oder andere Tritt zu Schmerzen führen. Auch ist es Möglich, dass Schmerzen entstehen wenn das Kind eine für die Mutter unbequeme Position eingenommen hat. In diesem Fall hören die Schmerzen aber auf sobald die Mutter sich in eine andere Position begibt, oder das Baby zu einer Bewegung animiert wird.

Schmerzen im Bauch, die mit einem hart werden des Bauches einhergehen, können vorzeitige Wehen sein. Dabei ist es wichtig zwischen Geburtsrelevanten und Übungswehen zu unterscheiden. Übungswehen haben keinerlei Wirkung auf den Muttermund und leiten nicht die Geburt ein. Ab dem letzten Drittel der Schwangerschaft sind Übungswehen normal. Man kann sie daran erkennen, dass sie nur maximal 45Sekunden andauern und nicht häufiger als 3mal in der Stunde auftreten. Bei Unsicherheit sollte aber auf alle Fälle ein Arzt kontaktiert werden, der mit Hilfe eines CTGs (Cardio-Toko-Gramm) die Wehentätigkeit messen kann und untersuchen kann ob die Wehen Auswirkungen auf den Muttermund haben.
In jedem Fall sollte aber bei Schmerzen im Bauch während der Schwangerschaft der Arzt hinzugezogen werden um abklären zu lassen ob alles in Ordnung ist und es dem Baby gut geht.

Denn Wehen, die eine vorzeitige Geburt einleiten, ohne dass das Kind reif genug ist von allein auf die Welt zu kommen, können schwere Folgeschäden beim Kind nach sich ziehen und im schlimmsten Fall zum Tod des Neugeborenen führen. Ab der 25. Schwangerschaftswoche allerdings haben die meisten Neugeborenen mit den heutigen medizinischen Maßnahmen gute Chancen auch ohne Folgeschäden zu überleben.

Zur Sicherheit Ihres Kindes sollte also bei Bauchschmerzen nie gezögert werden, wenn die Ursache unklar ist oder der Geburtstermin noch weit entfernt ist, denn es geht um das Wohl und Leben Ihres Kindes.


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