Ernährung in der Schwangerschaft
Um sicher zu gehen, dass Ihr Baby sich gesund entwickelt, sollten Sie sich körperlich so fit wie möglich halten und besonders auf Ihre Ernährung in der Schwangerschaft achten. Das heißt, dass Sie während der Schwangerschaft die richtigen Nahrungsmittel in der richtigen Zusammenstellung essen sollten - nämlich die, die reich an wesentlichen Nährstoffen sind. Wenn es in Ihrer Ernährung an irgendetwas mangeln sollte, wirkt sich dies nicht nur auf Ihre Gesundheit aus, sondern auch auf die Ihres Babys. Sie sollten auch an die schädlichen Auswirkungen von Nikotin, Alkohol und Drogen denken, die sich nachteilig auf das Wachstum und Wohlergehen des Babys auswirken.
Lebenswichtige Nährstoffe in der Schwangerschaft
Kalorien:
Sie brauchen etwa 500 Kalorien über den normalen Bedarf von 2000-2500 pro Tag.
Eiweiß:
Ihr Eiweißbedarf steigt um ungefähr 50 Prozent. Sie müssen mehr Nahrungsmittel mit hohem Eiweißgehalt zu sich nehmen. Die erforderliche Tagesmenge lässt sich beispielsweise mit drei Eiern, einem halben Liter Milch, 100 Gramm Käse oder einer guten Portion Fisch oder magerem Fleisch abdecken. Diese Nahrungsmittel enthalten alle nötigen Aminosäuren(die chemischen Substanzen, aus denen das Eiweiß besteht). Pflanzliche Eiweiße sind in Erbsen, Bohnen, Linsen, Hefe, Samen und Nüssen enthalten.
Ballaststoffe:
Mit fortschreitender Schwangerschaft kann es zu Verstopfung kommen. Man kann ihr entgegenwirken, indem man dem Darm möglichst viele Ballaststoffe zuführt, die in rohem Obst und Gemüse, Kleie, Vollkorn, Erbsen und Bohnen enthalten sind. Man sollte jeden Tag etwas davon essen.
Flüssigkeit:
Die Flüssigkeitszufuhr darf nicht eingeschränkt werden. Sie sollten lediglich auf den Kaloriengehalt der Getränke achten. Wasser unterstützt die Arbeit der Nieren am besten und verhindert Verstopfung.
Vitamine:
Der Wert abwechslungsreicher und ausgewogener Ernährung besteht darin, dass Sie große Vitaminmengen zu sich nehmen, ohne auf Vitaminergänzungen zurückgreifen zu müssen.
Mineralstoffe:
Ein Mangel an Mineralstoffen und Spurenelementen ist unwahrscheinlich, wenn man sich ausgewogen ernährt. Die Kalzium- und Eisenzufuhr muss jedoch aufrecht erhalten bleiben, und einige Ärzte verschreiben routinemäßig Eisen- und Folsäurepräparate.
Calcium:
Die doppelte Menge der normalen Calciumzufuhr ist von der Empfängnis an wichtig, da sich Zähne und Knochen des Babys von der 4.-6.Woche an bilden. Mit dem wachsenden Baby wird auch Ihr Calciumbedarf größer - in der 25.Woche hat er sich mehr als verdoppelt. Calciumquellen sind Bohnen, Linsen, Nüsse, Erbsen und Molkereiprodukte.
Eisen:
Die größere Blutmenge bedeutet, dass für die größere Menge roter Blutzellen zusätzliches Eisen gebraucht wird. Je mehr Hämoglobin das Blut enthält, umso mehr Sauerstoff kann es in die Plazenta transportieren. Aus tierischen Quellen wie Leber und Eigelb wird es leichter aufgenommen als aus Vollkorn und Nüssen. Isst man gleichzeitig Nahrungsmittel, die reich an Vitamin C sind, kann die doppelte Menge Eisen aufgenommen werden.
Folsäure:
Folsäure kommt in Blattgemüse und Leber vor. Da Schwangere Folsäure viel schneller ausscheiden, empfiehlt es sich sie als Ergänzung zu nehmen.
Salz:
Der Körper braucht mehr Salz als sonst. Dieser größere Bedarf beruht darauf, dass die Salzmenge im Blut durch die Zunahme an Körperflüssigkeit verdünnt wird.
