Nabelschnurblut einlagern
Was ist Nabelschnurblut?
“Nabelschnurblut” bezeichnet man auch als Plazentarestblut. Dies ist das kindliche Blut, dass nach der Abnabelung eines Kindes sich noch in der Plazenta befindet.
Seit geraumer Zeit weiß man, dass das Nabelschnurblut reich an Stammzellen ist. Stammzellen sind Körperzellen, die es möglich machen, das System in unserem Körper, welches der Blutbildung dient, wiederherzustellen und Blut neu zu bilden. Dafür verantwortlich ist die Wanderung der Blutbildung (die währrend der Entwicklung eines Fötuses in Leber und Milz vorhanden sind) in das Knochenmark. Diese so genannte Wanderung findet im letzten Drittel der Schwangerschaft im Blutkreislauf des Kindes im Mutterleib statt, so befinden sich zum Zeitpunkt der Geburt im Blut des Babys (und damit auch im Nabelschnurblut) viele Stammzellen.
Die Nabelschnurblutstammzellen haben einige Vorteile gegenueber Knochenmarkstammzellen: Sie sind risikoärmer zu gewinnen, sofortig verfügbar, da man sie lange Zeit lagern kann, besitzen ein hohes Vermehrungs- und Differenzierungspotenzial der Stammzellen und da das Nabelschnurblut die Fähigkeit besitzt, sich zu weiteren Zellsorten (wie Nerven-, Blutgefäß-, Muskel-, Knochenzellen) zu entwickeln, kann man es zur Regeneration von Körpergewebe benutzen.
Wenn man die Transplantationen von Knochenmarkstammzellen denen der Nabelschnurblutstammzellen gegenüberstellt, so haben die Nabelschnurblutstammzellen einen großen Nachteil: Sie sind nur in geringen Mengen vorhanden. Nur wenn ausreichend Stammzellen vorhanden sind, kann man einen erwachsenen Patienten damit behandeln.
