Querlage des Babys im Mutterleib

Endlich ist es soweit. Nur noch wenige Tage und der neue Erdenbürger wird das Licht der Welt erblicken. Dann der Schock bei der letzten Vorsorgeuntersuchung. Das Baby liegt in „Querlage“. Was bedeutet das für die werdende Mutter und für das Baby? Die Querlage gehört zu den sogenannten Lageanomalien des Kindes im Mutterleib. Genauer gesagt, der Körper liegt quer zum Becken der Mutter. In der Regel ist eine Spontangeburt nun nicht mehr möglich.

Ein Kaiserschnitt ist unvermeidlich. Wie kann so etwas passieren? Es wurde beobachtet, dass eine Querlage bei Frauen, die mehr als viermal geboren haben, zehnmal häufiger vorkommt. Ebenso wurde bei Mehrlingsschwangerschaften, besonders, wenn es sich um kleine Kinder handelt, eine gehäuft auftretende Querlage festgestellt. Auf der anderen Seite kommt die Querlage unter ungefähr 100 bis 200 Geburten nur einmal vor.

Mit welchen Komplikationen kann man oder besser, muss man sogar bei einer Querlage des Babys im Mutterleib rechnen?

Eine, der am häufigsten auftretenden Komplikationen, ist der vorzeitige Blasensprung. In dem Fall muss sofort gehandelt werden und der Kaiserschnitt eingeleitet werden. Eine weitere gefährliche Komplikation während der Geburt, ist der „Nabelschnurvorfall“. Hierbei legt sich unter der Geburt die Nabelschnur vor den vorangehenden Teil des Kindes und kann dabei eingeklemmt werden. Das kann zum Sauerstoffmangel bis im schlimmsten Fall zum Tod des Kindes führen. Natürlich sind diese Aussichten keine wirklich mutmachenden. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass diese Lageanomalien in der Geburtshilfe bekannt sind und bei den Vorsorgeuntersuchungen erkannt werden. Und so wird man, da das Risiko für Mutter und Kind nach Beginn der Wehentätigkeit am größten ist, die Indikation für den Kaiserschnitt frühzeitig stellen. So schlimm diese „Diagnose“ nun auch ist, so fortschrittlich ist die Medizin und man darf getrost darauf vertrauen, dass man auch trotz Querlage und Kaiserschnitt, bald einen putzmunteren neuen Erdenbürger auf dem Arm haben wird.

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